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"So könnte man hier alle Bräuche und Gesetze des ganzen jüdischen Volkes sehen": Das Juden-Cabinet im Dresdner Zwinger des 18. Jahrhunderts

Der Zwinger in Dresden zählt zu den berühmtesten Bauten des Barocks in Mitteleuropa. Ab Ende der 1720er Jahre diente er zur Unterbringung der wissenschaftlichen Fachsammlungen des sächsischen Hofes, aufgefächert und wohl geordnet von der Anatomie bis zur Zoologie. Dass zu diesen öffentlichen Sammlungen auch das „Juden-Cabinet“ über ein Jahrhundert lang zählte, ist leider in Vergessenheit geraten. Diese auch als "Juden-Schule" bezeichnete Sammlung enthielt ein beeindruckend breites Spektrum von biblischen und nachbiblischen Artefakten des Judentums: imponierend großen Modellen des Tempels und der Stiftshütte sowie einer nachgebauten und völlig ausgestatteten Synagoge. Der Vortrag geht den Spuren dieses sehr frühen jüdischen Museums sowie Facetten dessen europäischer Wirkung (von Neuburg bis Uppsala) nach.


Dr. Michael Korey, geboren in Chicago, promovierte 1995 an der University of Chicago am Department of Mathematics zum Thema "Ideal weights: doubling and absolute continuity with asymptotically optimal bounds". Von 1997-2002 war er Assistenzprofessor am Institut für Mathematik der Universität Potsdam, später Lehrbeauftragter für Mathematik an der TU Dresden. Seit 2002 ist Dr. Korey Kurator des Mathematisch-Physikalischer Salons der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. 2010 leitete er das Projekt "Fragmente der Erinnerung - Der Tempel Salomonis im Dresdner Zwinger" und kuratierte die gleichnamige Sonderausstellung.

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