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„What a different World!“. Identitätskonstruktionen jüdischer Frauen zwischen Ost und West in Wien am Beginn des 20. Jahrhunderts

Wien als „wahre Hauptstadt Galiziens“ war seit jeher Anziehungspunkt für die jüdische Bevölkerung in den östlichen Provinzen. Der spezifische Charakter der jüdischen Gemeinde in Wien als Kreuzungspunkt zwischen „Ost“ und „West“ kann daher nicht ohne den Kontext des multinationalen Habsburgerstaates verstanden werden. In diesem Vortrag soll der Frage nachgegangen werden, inwiefern die Verortung zwischen „Ost“ und „West“ als Konzepte zeitgenössischer Zuordnungskriterien die Wahrnehmung antisemitischer Tendenzen in der Gesellschaft prägte und welche Auswirkungen dies in weiterer Folge auf die Identitätskonstruktionen jüdischer Frauen hatte.


Dr. Michaela Raggam-Blesch, geb. 1974, studierte Geschichte und Erziehungswissenschaften an der Universität Graz. Nach einem David-Herzog Forschungsaufenthalt in Israel (1998) und einem DOC-Stipendium an der ÖAW (1999–2001) verbrachte sie einige Jahre in New York, wo sie auch als Mitarbeiterin am Leo Baeck Institute tätig wurde. Seit 2007 ist Dr. Michaela Raggam-Blesch als Mitarbeiterin am Institut für Kulturwissenschaften und Theatergeschichte (IKT) an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften tätig. Seit 2012 ist sie weiters APART Stipendiatin mit einem Forschungsprojekt zum Alltag und den Verfolgungserfahrungen von „halbjüdischen“ Frauen und Männern in Wien (1938-1945). Dr. Raggam-Bleschs Forschungsschwerpunkte liegen in der Jüdische Geistes- und Sozialgeschichte im deutschsprachigen Raum des 20. Jahrhunderts, der nationalsozialistischen Judenverfolgung in Österreich sowie in autobiographische Quellen und Gedächtnisdiskurs.

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