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Verhandlungsstrategien der Juden im Reformationszeitalter

Mehrere Prozesse und Entwicklungen der Neuzeit trugen maßgeblich zur Präkarisierung der Lebenssituation der Juden im Heiligen Römischen Reich deutscher Nation bei. So sind zum Beispiel die lang andauernde Vertreibungswelle der Juden aus den Städten und die daraus resultierenden Zerschlagungen der Gemeindestrukturen zu nennen. Aber auch der Rechtskodifizierungsprozess und die Verbreitung der Druckmedien nahmen Einfluss auf die Lebensbedingungen der Juden. Als die Reformation hinzukam, veränderte sich die Situation grundlegend.Wie haben sich die Juden in dieser neuen Situation politisch organisiert, um für ihre Rechte und Existenz einzustehen? Welche Strategien entwickelten sie und welche Handlungsspielräume hatten sie? Anhand der Verhandlungen, der Juden in den Landgrafschaften Hessen und Württemberg sollen deren Strategien gegenüber den protestantischen Fürsten erläutert werden.

Avraham Siluk, M.A., geb. 1979 in Israel, lebt seit 2002 in Deutschland. Er studierte Neuere Geschichte, Friedens- und Konfliktforschung sowie Italienisch an der Philipps-Universität Marburg und beendete sein Master-Studium 2010 mit einer Abschlussarbeit über die „Judenfrage in Gelehrtenschriften und –debatten zu Beginn der Frühen Neuzeit.“Seit 2010 ist Avraham Siluk Doktorand an der Philipps-Universität Marburg und arbeitet am Institut für Neuere Geschichte als wissenschaftliche Hilfskraft sowie in der Forschungsstelle für Personalschriften in Marburg. Seit Oktober 2011 ist er weiters Stipendiat des Leo-Baeck-Instituts in London.

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