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Eine jiddischistische Kritik der "westjüdischen Assimilation". Der jiddische Publizist Mosche Silburg und sein Ruf "Zurück ins Ghetto".

Mosche Silburg, ein aus Russland emigrierter sozialistischer Publizist, lebte während des Ersten Weltkriegs und einige Jahre danach in Wien und wurde eine zentrale Figur im kleinen Kreis der Wiener jiddischen Modernisten. In seinem in der jiddischen Literaturzeitschrift "Kritik" (Wien 1920-1921) publizierten Essay "Was ich euch zu sagen habe" betrachtete er kritisch die assimilierten westjüdischen Intellektuellen und deren Ideen einer "jüdischen Kulturrenaissance". Für Silburg war das nur eine "Parodie" der echten jüdischen Renaissance, die sich gerade in jiddischer Sprache vollzog.

 
Dr. Thomas Soxberger, geb. 1965. Mag. phil. Judaistik/Geschichte Universität Wien, dann MA in Yiddish Studies, SOAS, London University. Anschließend Dissertation an der Universität Wien mit dem Thema: Literatur und Politik – Moderne jiddische Literatur und "Jiddischismus" in Wien (1904 bis 1938). Angestellter der Parlamentsdirektion Wien, derzeit als Redakteur der Parlamentskorrespondenz. Zuvor und nebenbei Arbeiten in Forschungsprojekten, Konferenzbeiträge und Artikel zu jiddischer Literatur und Kultur und zu zeitgeschichtlichen Themen. Mehrere Übersetzungen aus dem Jiddischen.


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