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Die Nobilitierung von Juden als Teil der “Neuen Aristokratie” der Habsburgermonarchie.

Die ursprünglich nur den Christen vorbehaltene Institution des Adelsstands hat sich im Zusammenhang mit der neuen Auffassung des Staates und der Gesellschaft während der Aufklärung grundsätzlich verändert, als der Herrscher begann, die Adelstitel auch den Angehörigen der jüdischen Gemeinde zu erteilen. Demzufolge entstand im 19. und 20. Jahrhundert im Kaisertum Österreich eine Gruppe der Adel jüdischer Glaubens oder Herkunft, die größte in Europa. Das Ziel des Vortrages ist kurzer Abriss einer zusammenfassenden Entwicklung der jüdischen Nobilität in der Donaumonarchie, und besonders die hiesigen Spezifika in Fragen der Nobilitierung von Personen dieses Glaubens und Herkunft.


a. o. Univ. Prof. Dr. Jan Županič, *1972, ist außerordentlicher Professor an der Philosophischen Fakultät der Karlsuniversität Prag, Institut für Weltgeschichte – Seminar für neuere Geschichte. Mitglied der liechtensteinisch-tschechischen Historikerkommission.  Hauptforschungsthema: Adel im 19. und 20. Jahrhundert, Geschichte der Österreich-Ungarischen Monarchie. Publikationen (in Auswahl): Židovská šlechta podunajské monarchie (Jüdischer Adel der Donaumonarchie, Prag 2012); Rakousko-Uhersko a polská otázka za první světové války (Österreich-Ungarn und die polnische Frage im Ersten Weltkrieg, Prag 2006); Renobilitierungsprozesse und genealogische Agenten – Der Skandal um das Adelsdepartement im Innenministerium am Beginn des 20. Jahrhunderts, Mitteilungen des Instituts für österreichische Geschichtsforschung, Bd. 117, Heft 3-4/2009, S. 334-357.

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