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Jüdische Geschichte des Frühneuzeitlichen Heilbades

Dr. Stephan Wendehorst (Justus-Liebig Universität Gießen/Universität Wien)

Für die Moderne steht die Bedeutung der Heilbäder in der jüdischen Geschichte außer Frage. In der Sozial- und Kulturgeschichte stehen die jüdischen Besucher von Kurorten für den Erfolg von Embourgeoisement und Integration, ihr Ausschluß für die tiefen Verwerfungen, die diese Prozesse in Frage stellten. Mit dem 12. und 13. Zionisten-Kongress in Karlsbad (1921 und 1923), der 3. Kenessio Gedaulo der Agudath Israel in Marienbad (1937), der Konferenz von Évian (1938) und der Nutzung von Heilbädern als Displaced Persons’ Camps unmittelbar nach 1945 ließen sich auch wichtige Etappen der jüdischen Politik- und Diplomatiegeschichte im Spiegel der Geschichte von Heilbädern schreiben. Im Unterschied zum 19. und 20. Jahrhundert ist eine jüdische Geschichte des Heilbades in der Frühen Neuzeit allenfalls in Grundzügen zu erkennen.

© Stadt- und Apothekenmuseum Bad Schwalbach
Der Sauer-Brunnen zu Langen-Schwallbach. Ausschnitt. 1728.
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